Vorwort


Sehr geehrte Mitarbeitende,

Gimbel Consulting GmbH hat sich dazu verpflichtet, nur rechtmäßige Geschäfte zu betreiben. Denn Korruption schadet allen. Korruption unterbindet Entwicklung und Innovation, zerstört das Vertrauen in Unternehmen und die Gesellschaft. Findet Korruption statt und wird diese aufgedeckt, drohen Gimbel Consulting GmbH und den beteiligten Beschäftigten¹ empfindliche Strafen, das Geschäft von Gimbel Consulting GmbH leidet. Um diese ernsthaften Folgen zu verhindern und damit bei der nationalen und internationalen Ausrichtung von Gimbel Consulting GmbH allen Beschäftigten eine einheitliche Grundlage zur Verfügung steht, an der sich unsere Beschäftigten für ihr Verhalten gegenüber Zulieferern, Kunden und Geschäftspartnern orientieren können, haben wir diese Antikorruptionsrichtlinie erarbeitet.

Bitte machen Sie sich mit den Regelungen dieser Richtlinie vertraut und füllen Sie sie bei Ihrer täglichen Arbeit mit Leben.

Die Geschäftsführung

¹ „Beschäftigte“ sind die Geschäftsführung, alle Angestellten bzw. Arbeitnehmer der Gimbel Consulting (einschließlich Praktikanten und Zeitarbeits- und freiberuflichen Kräften - (zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Schreiben die männliche Form verwendet und ist nicht geschlechtsspezifisch).
 

 
 

1. Zweck


Korruption ist weltweit geächtet. Korruption geht häufig einher mit anderen Straftaten wie Diebstahl, Unterschlagung, Untreue, Betrug, Geldwäsche, Steuerhinterziehung sowie Verstößen gegen Devisenbeschränkungen.

Die Gimbel Consulting GmbH toleriert Korruption nicht, weder durch Beschäftigte noch durch Geschäftspartner. Die Gimbel Consulting GmbH betreibt Geschäfte nur im Einklang mit dem geltenden Recht, tritt im Wettbewerb fair auf und überzeugt mit der Qualität und dem Preis ihrer Dienstleistungen.

Für die Gimbel Consulting GmbH kann Korruption in Deutschland und vielen anderen Ländern erhebliche Folgen haben, wie Bußgelder und Strafen, unwirksame Verträge, Schadensersatzklagen, Steuernachteile, Ausschluss von öffentlichen Vergabeverfahren und Reputationsverlust. Für jeden Einzelnen, der an derartigen Machenschaften beteiligt ist, kann Korruption eine Gefängnisstrafe, Geldbußen, zivilrechtliche Klagen und arbeitsrechtliche Maßnahmen (z. B. Kündigung) zur Folge haben.

Wegen der drohenden, erheblichen Folgen erwartet die Gimbel Consulting GmbH von allen Beschäftigten und Geschäftspartnern, dass diese von jeder Art von Korruption in jedem Land Abstand nehmen. Die Gimbel Consulting GmbH wird alle notwendigen Schritte gegen diejenigen ergreifen, die diesen Vorschriften zuwiderhandeln. Darüber hinaus wird die Gimbel Consulting GmbH sich korruptes Verhalten von Geschäftspartnern nicht zunutze machen.
 

 
 

2 Anwendungsbereich


Diese Richtlinie gilt weltweit für die Gimbel Consulting GmbH und deren Beschäftigte² und enthält bindende Vorgaben in Bezug auf die Gewährung oder Annahme von Vorteilen an Dritte (d. h. Personen, die nicht bei Gimbel Consulting GmbH beschäftigt sind).

Sollten vor Ort Gebräuche, Vorschriften oder Gesetze gelten, die strenger sind als diese Richtlinie, so gelten diese vorrangig. Für bestimmte Länder wird die Gimbel Consulting GmbH den Beschäftigten der in diesen Ländern tätigen Projektbereichen Information zu den lokalen Vorgaben zur Verfügung stellen.

² Der einfacheren Lesbarkeit dienend, wird im Folgenden auf die Ausformulierung von „die Beschäftige” und „der Beschäftigte” verzichtet und der Begriff „Beschäftigte“ synonym verwendet.
 

 
 

3 Definitionen


3.1 „Amtsträger“: Amtsträger sind

I) Personen (im In- und Ausland), die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen, insbesondere Beamte sowie Angestellte des öffentlichen Dienstes, unabhängig von der Art der ausgeübten Tätigkeit. Beschäftigte eines privatrechtlich organisierten Unternehmens können Amtsträger sein, wenn eine öffentliche Stelle an diesem Unternehmen mehrheitlich beteiligt ist oder wenn das Unternehmen mit der Wahrnehmung von Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge beauftragt ist

II) Mitglieder von Staatsregierungen

III) Richter

IV) Abgeordnete

V) Soldaten

VI) Amtsträger oder Angestellte öffentlicher internationaler Organisationen wie zum Beispiel der UNO oder der WTO oder supranationaler Organisationen wie zum Beispiel der Europäischen Union, der Europäischen Atomgemeinschaft, der Andengemeinschaft oder des Mercosur

VII) Bewerber für politische Ämter, politische Amtsträger, Parteimitglieder, Parteifunktionäre und politische Parteien selbst

VIII) Pressevertreter, wenn sie für eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt tätig sind

Soweit lokales Recht den Begriff des Amtsträgers weiter definiert, gilt dieses lokale Recht vorrangig. Bestehen Zweifel, ob eine Person Amtsträger im Sinne dieser Definition ist oder nicht, ist jeder Beschäftigte verpflichtet, bei seinem Vorgesetzten bzw. auf Ebene der Gimbel Consulting GmbH bei dem Compliance Beauftragten nachzufragen.

3.2 „Bewirtungseinladungen“: Die Aufforderungen gegenüber natürlichen Personen, an einer Bewirtung in einem Gastronomiebetrieb (Restaurant etc.) teilzunehmen.

3.3 “Dritter”: Jede Person außer den Beschäftigten der Gimbel Consulting GmbH, insbesondere inländische und ausländische Amtsträger oder eine für ein anderes Unternehmen tätige Person.

3.4 „Einladungen“: Bewirtungseinladungen und Sonstige Einladungen.

3.5 „Geschäftsführung”: Vertretungsberechtigte Mitglieder der Geschäftsführung von Gimbel Consulting GmbH

3.6 „Geschenke“: Zuwendungen an natürliche Personen, für die keine Gegenleistung erbracht wird. Geschenke können in unterschiedlicher Form erfolgen, z. B. in Form von Sachgeschenken, Erbringung von Dienstleistungen, Überlassung von Unternehmenseigentum zum Gebrauch, Geldzahlungen (z. B. Bargeld, Überweisungen oder Gewährung von zinslosen oder zinsgünstigen Darlehen etc.) und bargeldähnlichen Vorteilen (z. B. Rabatte, Gutscheine, oder sonstige Vergünstigungen etc.) oder sonstige materielle Vorteile oder immaterielle Vorteile, denen ein bestimmter Geldwert zugesprochen werden kann.

3.7 „Mitarbeitende”: Geschäftsführung, Angestellte und Arbeitnehmer der Gimbel Consulting (einschließlich Praktikanten und Zeitarbeits- und freiberuflichen Kräften).

3.8 „Nahestehende Person”:

I) Verwandte eines Beschäftigten / Dritten

II) Personen, mit denen ein Beschäftigter / Dritter zusammenlebt

III) ein Treuhänder, der für oder zugunsten eines Beschäftigten / Dritten, dessen Ehegatten oder dessen Kinder (Treugeber) tätig ist

IV) ein Unternehmen, das ein Beschäftigter / Dritter oder eine der in I) bis III) genannten Personen kontrolliert. Eine Kontrolle in diesem Sinne liegt vor, wenn der Beschäftigte / Dritte oder eine der in I) bis III) genannten Personen selbst, über einen Treuhänder oder in sonstiger Art und Weise eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen hält oder in der Geschäftsführung tätig ist.

3.9 „Richtlinie”: Antikorruptionsrichtlinie der Gimbel Consulting GmbH in der jeweils gültigen Fassung.

3.10 „Sponsoring“: Förderung von Einzelpersonen, einer Gruppe von Menschen, von Organisationen oder bestimmten Veranstaltungen in der Erwartung, eine die eigenen Marketingziele unterstützende Gegenleistung zu erhalten.

3.11 „Vorteil”: Jeder materielle oder immaterielle Vorteil, der den Empfänger objektiv besserstellen soll und auf den kein Rechtsanspruch besteht (insbesondere Geschenke und Einladungen).
 

 
 

4. Sechs verbotene Verhaltensweisen


Korruptes Verhalten ist allen Beschäftigten von Gimbel Consulting GmbH verboten. Es ist verboten, für sich oder einen Dritten einen unlauteren Vorteil zu fordern, sich versprechen zu lassen oder anzunehmen (passive Bestechung). Es ist ebenso verboten, einem anderen einen unlauteren Vorteil anzubieten, zu versprechen oder zu gewähren (aktive Bestechung).

Im Folgenden werden alle der genannten Tathandlungen aktiver Bestechung als „Gewähren“ und passiver Bestechung als „Annehmen“ zusammengefasst.

Selbst der Anschein von Korruption ist zu vermeiden. Insbesondere die folgenden Verhaltensweisen sind, soweit ein geschäftlicher Bezug besteht, absolut und weltweit für alle Beschäftigten der Gimbel Consulting GmbH verboten:

4.1 Das Gewähren oder Annehmen des Vorteils, soweit es darauf abzielt, eine unlautere Gegenleistung zu erhalten oder vergangenes oder zukünftiges Verhalten in unlauterer Weise zu belohnen.

4.2 Das Gewähren oder Annehmen eines Vorteils, der in Art oder Wert für den Zweck, den Anlass, die Person oder die Umstände des Empfängers unangemessen und damit unlauter ist. Unangemessen ist es beispielsweise

4.3 Einladungen oder Geschenke für nahestehende Personen von Beschäftigten anzunehmen, wenn ein geschäftlicher Bezug zu der Einladung oder dem Geschenk besteht und wenn diese als unlautere Beeinflussung des Beschäftigten angesehen werden können.

4.4 Einladungen oder Geschenke für nahestehende Personen von Dritten zu gewähren, wenn ein geschäftlicher Bezug zu der Einladung oder dem Geschenk besteht und wenn diese als unlautere Beeinflussung des Dritten angesehen werden können.

4.5 So häufig Vorteile zu gewähren oder anzunehmen, die das Urteilsvermögen des Empfängers unlauter beeinflussen oder als unlautere Beeinflussung angesehen werden können, dass der Anschein erweckt wird, das Verhalten sei unzulässig.

In Anlehnung an die Angemessenheitsgrenzen anderer vergleichbarer Unternehmen und die Grenzen der steuerlichen Abzugsfähigkeit erachtet die Gimbel Consulting GmbH folgende Vorteile als angemessen:

Geschenke bis zu einem Wert von EUR 45,00 pro Beschenktem (inklusive Umsatzsteuer). Der Wert des Geschenks richtet sich dabei nach dem üblichen Verkehrswert. Bei Geschenken, die das Gimbel Consulting GmbH-Logo enthalten (Tassen, Büroausstattung etc.) und über das Marketing-Budget bestellt werden, können auch höhere Werte noch als angemessen angesehen werden.

Bewirtungseinladungen oder sonstige Einladungen im Inland bis zu einem Wert von EUR 75,00 (inklusive Umsatzsteuer) pro Eingeladenem. Im Ausland sollte eine Bewirtungseinladung oder eine sonstige Einladung bis EUR 100,00 noch angemessen sein. Der Wert der Bewirtungseinladung oder sonstigen Einladung richtet sich nach dem üblichen Verkehrswert.

Lokales Recht kann niedrigere Wertgrenzen vorschreiben.

Hat der Beschäftigte Zweifel im Hinblick auf die Angemessenheit des Vorteils, so hat er diese vor der Vorteilsgewährung durch die Geschäftsführung klären zu lassen.

Das Gewähren oder Annehmen eines unlauteren Vorteils in Geld. Hierzu zählen unter anderem Bargeld, Überweisungen, Gewährung eines zinslosen oder zinsgünstigen Darlehens, Aktien, Aktienoptionen etc.

Das Gewähren oder Annehmen eines Vorteils, sofern dies gegen anwendbare lokale oder internationale Vorschriften oder Gesetze verstößt.

Das Gewähren oder Annehmen eines unlauteren Vorteils, sofern dies nicht transparent und für andere wahrnehmbar erfolgt. Intransparent ist das Annehmen oder die Gewährung eines unlauteren Vorteils beispielsweise, wenn sie nicht über eine geschäftliche Adresse erfolgt.

Das Gewähren eines unlauteren Vorteils an einen Amtsträger, wenn ein geschäftlicher Bezug zu der Einladung oder dem Geschenk besteht.

Verboten sind darüber hinaus sogenannte Beschleunigungszahlungen. Eine Beschleunigungszahlung liegt vor, wenn durch die Zahlung an einen Amtsträger die beschleunigte Vornahme von Amtshandlungen, auf die ein rechtlicher Anspruch besteht (z. B. Zollfreigaben), erreicht werden soll.
 

 
 

5. Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern


Im Einklang mit Antikorruptionsgesetzen und der Antikorruptionsrichtlinie der Gimbel Consulting GmbH ist bei der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern sicherzustellen, dass weder die Gimbel Consulting GmbH noch der Geschäftspartner an korrupten Geschäftspraktiken bzw. an Geschäftspraktiken, die gegen anwendbares Recht oder die Richtlinie der Gimbel Consulting GmbH verstoßen, beteiligt sind.

Grundsätzlich gilt daher, dass der geschäftliche Ruf und die Integrität jedes Geschäftspartners genau zu überprüfen ist, bevor Gimbel Consulting GmbH mit diesem eine geschäftliche Zusammenarbeit eingeht oder aufrechterhält.
 

 
 

6. Spenden und Sponsoring


Gimbel Consulting GmbH vergibt keine Zuwendungen an wohltätige und gemeinnützige Organisationen („Spenden“) oder Sponsorings (z. B. durch Bandenwerbung für Fußballvereine), die abhängig von einer Abnahmeverpflichtung des Empfängers sind. Spenden oder Sponsorings dürfen nie auf eine Art und Weise oder unter Bedingungen angeboten oder gewährt werden, die die Unabhängigkeit des Empfängers gefährden.

Spenden und Sponsoring werden ausschließlich durch die Geschäftsführung der Gimbel Consulting GmbH gewährt. Für Spenden und Sponsoring bis zu einer Gesamtverpflichtung von EUR 3.000,00 im Einzelfall oder pro Jahr ist die Geschäftsführung der Gimbel Consulting GmbH zuständig. Spenden sollten im Regelfall an Vereine oder Institutionen gewährt werden.

Spenden an Einzelpersonen bedürfen immer (d. h. auch wenn sie unter EUR 3.000,00 im Einzelfall oder pro Jahr betragen) der Genehmigung durch die Geschäftsführung. Für jeden Unternehmensbereich wird im Rahmen des Budgetprozesses ein Spendenbudget bestimmt.

Als Spende oder Sponsoring gelten auch Leistungen oder Produkte, die teilweise spendenähnlich sind, weil ihnen nicht in voller Höhe eine Gegenleistung gegenübersteht (z. B. die Gewährung eines Produktes an eine soziale Einrichtung zu einem vergünstigten Preis). Hierfür gelten die vorgenannten Regelungen entsprechend.

Alle Spenden oder Sponsorings müssen transparent und nachvollziehbar sein. Es muss ersichtlich sein, an wen die Spenden oder Sponsorings erfolgen, wer der Endempfänger der Zahlung ist und wofür der Empfänger diese verwendet.

Untersagt sind

I) Spenden, Sponsoring und sonstige Fördermaßnahmen für Politiker, politische Parteien oder politische Organisationen;

II) Spenden an Organisationen, die darauf ausgerichtet sind, Gewinn zu erwirtschaften;

III) Spenden oder Sponsoring, die mit den Zielen der Gimbel Consulting nicht in Einklang stehen oder der Gimbel Consulting Schaden zufügen können.
 

 
 

7. Fragen zur Richtlinie und Umsetzung / Geltung der Richtlinie


Bei Fragen zu dieser Richtlinie stehen die jeweiligen Vorgesetzten sowie die Geschäftsführung zur Verfügung.

Die Beschäftigten der Gimbel Consulting GmbH sollen die Regelungen dieser Richtlinie in ihrem täglichen Arbeitsalltag weltweit einhalten. Sollte ein Beschäftigter gegen die Vorschriften dieser Richtlinie verstoßen, ist dessen Vorgesetzter verpflichtet, diesen Vorfall unverzüglich der Geschäftsführung zu berichten.

Die Richtlinie tritt unmittelbar für alle unsere Beschäftigten sofort in Kraft. Die Richtlinie wird in der jeweils aktuellen Version über die im Unternehmen verwendeten Kommunikationsmittel veröffentlicht.

Beschäftigte werden nicht für geschäftliche Nachteile verantwortlich gemacht, die auf die Befolgung der Richtlinie zurückzuführen sind, insbesondere Umsatzverluste.
 
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